
Apulien Motorradtour
Apulien Motorradtour
Reiseführer für Biker · Apulien Collection

Apulien mit dem Motorrad —
Küstenstraßen & freie Weite
Kurvige Küstenstraßen, endlose Olivenhaine und der Duft des Meeres im Helm: Apulien gehört zu den schönsten Motorradrevieren Italiens.
Aktualisiert 2026 · 10 Minuten Lesezeit
Warum Apulien ein Paradies für Motorradfahrer ist
Wer schon einmal mit dem Motorrad durch Italien gereist ist, kennt die Klischees: enge Bergpässe, dichter Verkehr, hektische Städte. Apulien ist anders. Die Region im Süden ist flach bis sanft hügelig, die Straßen sind meist breit und gut ausgebaut, und der Verkehr außerhalb der großen Städte ist überschaubar. Genau das macht Apulien zu einem der entspanntesten und zugleich reizvollsten Motorradreviere Italiens.
Die Küstenstraßen schlängeln sich in weiten, fließenden Kurven zwischen Olivenhainen und Steilküsten, das Landesinnere überrascht mit endlosen Alleen, Trulli-Landschaften und kleinen, fast menschenleeren Provinzstraßen. Dazu kommt: Apulien lässt sich hervorragend mit dem Auto- oder Motorradzug erreichen, und wer lieber ein Motorrad vor Ort mietet, findet in Bari und Brindisi mehrere Vermieter.
Nach der Tour eine private Villa mit Pool zum Entspannen?Villen entdecken →
Die schönsten Strecken für Biker
Die Küstenstraße des Salento
Die sogenannte Litoranea Salentina zieht sich fast lückenlos entlang der gesamten Küste des Salento — von Otranto im Norden bis Santa Maria di Leuca an der Stiefelspitze und weiter bis Gallipoli an der Ionischen Seite. Die Strecke bietet einen ständigen Wechsel aus Meerblick, Steilklippen, kleinen Buchten und Leuchttürmen. Wer Zeit hat, sollte hier nicht mehr als 60–70 km am Tag einplanen — nicht wegen der Streckenlänge, sondern weil man ständig anhalten möchte.
Valle d'Itria – die Trulli-Landschaft
Im Landesinneren zwischen Ostuni, Martina Franca, Locorotondo und Cisternino verlaufen kleine, kaum befahrene Landstraßen durch Trockenmauern, Weinberge und jahrhundertealte Olivenhaine. Die Kurven sind sanft, der Belag meist gut, und alle paar Kilometer taucht ein weißes Dorf am Horizont auf. Diese Region eignet sich besonders für einen ruhigen, genussvollen Fahrtag ohne Zeitdruck.
Die Gargano-Küstenstraße
Wer etwas mehr Herausforderung sucht, findet sie im Norden Apuliens auf der Halbinsel Gargano. Hier wird es deutlich kurviger und bergiger — dichte Pinienwälder, Steilküsten und der Ausblick auf die Tremiti-Inseln machen diesen Abschnitt zu einem der landschaftlich spektakulärsten Apuliens, allerdings auch technisch anspruchsvoller als der flache Süden.
Ein Rundreise-Itinerar: 6 Tage durch Apulien
Dieses Itinerar verbindet die schönsten Küstenabschnitte mit dem ruhigen Landesinneren und lässt genug Zeit für Fotostopps, Espresso-Pausen und ein Bad im Meer.
Tag 1
Bari → Polignano a Mare → Ostuni
Der Auftakt entlang der Adriaküste: die Steilklippen von Polignano a Mare, anschließend weiter ins Landesinnere zur „Weißen Stadt" Ostuni, wo Sie zum ersten Mal richtig durchatmen können.ca. 90 km
Tag 2
Ostuni → Valle d'Itria (Cisternino, Locorotondo, Alberobello)
Ein ruhiger Tag durch die Trulli-Landschaft mit vielen kurzen Etappen zwischen den weißen Dörfern. Wenig Kilometer, viele Stopps — genau richtig für diese Region.ca. 70 km
Tag 3
Valle d'Itria → Lecce
Über offene Landstraßen Richtung Süden, vorbei an endlosen Olivenhainen, bis zur barocken Stadt Lecce — ein guter Ort für eine Pause von zwei Tagen zu Fuß und einen Abstecher zum lokalen Weingut.ca. 100 km
Tag 4
Lecce → Otranto → Litoranea Salentina Süd
Ab hier beginnt die Küstenstraße: Otranto mit seiner Festung, dann immer der Küste entlang gen Süden bis zu den Klippen von Santa Cesarea Terme.ca. 60 km
Tag 5
Litoranea Süd → Santa Maria di Leuca → Gallipoli
Der Höhepunkt der Küstenstraße: die Stiefelspitze Italiens, wo Adriatisches und Ionisches Meer aufeinandertreffen, gefolgt von der Fahrt an der Ionischen Küste zurück nach Gallipoli.ca. 75 km
Tag 6
Gallipoli → Valle d'Itria → Bari
Der Rückweg über das Landesinnere, mit optionalem letzten Stopp in einer Masseria für ein authentisches Mittagessen, bevor es zurück nach Bari geht.ca. 130 km
Praktische Tipps für Biker in Apulien
- Beste Reisezeit: April–Juni und September–Oktober — angenehme Temperaturen, wenig Verkehr, ruhige Straßen
- Straßenbelag: Hauptstraßen und Provinzstraßen meist gut ausgebaut; auf kleinen Landstraßen im Hinterland kann der Belag stellenweise uneben sein
- Tanken: Tankstellen sind entlang der Hauptrouten zahlreich, im tiefen Hinterland und an Sonntagen aber dünner gesät — rechtzeitig auffüllen
- Verkehr: In den historischen Zentren (Lecce, Ostuni, Otranto) gelten oft Zufahrtsbeschränkungen (ZTL) — Motorrad möglichst am Stadtrand parken
- Hitze im Sommer: Im Juli/August können Asphalttemperaturen sehr hoch werden — frühe Startzeiten und ausreichend Trinkwasser einplanen
- Werkstätten: In Bari, Brindisi und Lecce gibt es größere Motorrad-Werkstätten für den Notfall
Sehenswerte Zwischenstopps
Neben den großen Stationen des Itinerars lohnen sich diese kurzen Abstecher direkt an der Strecke.
Grotte di Castellana
Eines der beeindruckendsten Höhlensysteme Italiens, wenige Kilometer von der Route durchs Valle d'Itria entfernt.
Torre Sant'Andrea
Spektakuläre Felsformationen direkt am Meer an der Küstenstraße nördlich von Otranto — ein Muss für ein Fotostopp.
Santa Cesarea Terme
Kurstädtchen mit maurisch anmutender Architektur direkt an den Klippen der Litoranea Salentina.
Punta Ristola
Der südlichste Punkt Apuliens bei Santa Maria di Leuca, wo sich Adriatisches und Ionisches Meer sichtbar treffen.
Nach der Tour: Ankommen und entspannen
Nach einigen Tagen im Sattel schmeckt die Ruhe einer privaten Villa mit Pool besonders gut. Viele unserer Gäste kombinieren eine Motorradtour mit einigen entspannten Tagen an einem festen Standort — sei es im Salento nahe der Küstenstraße oder im ruhigen Valle d'Itria, umgeben von Olivenhainen und Trulli. Ein sicherer, überdachter Stellplatz für das Motorrad lässt sich bei den meisten unserer Villen problemlos organisieren — sprechen Sie uns einfach bei der Buchung darauf an.
